Elektrophorese-Gerät

Gemeinsam mit dem Kiwoko Hospital wollen wir die Qualität der medizinischen Versorgung weiter verbessern. Deshalb sammeln wir Spenden für die Anschaffung eines dringend benötigten Hämoglobinelektrophorese-Gerätes für die örtliche Sichelzellklinik.

Was versteht man unter der Sichelzellkrankheit?

Die Sichelzellkrankheit ist eine Erbkrankheit, die vor allem in Afrika und im östlichen Mittelmeerraum auftritt. Durch einen Gendefekt erhält das Hämoglobin eine veränderte Form – ähnlich einer Sichel. 
In Afrika sind bis zu 40% heterozygote Merkmalsträger, die meist zwar keine Symptome haben, das defekte Gen aber trotzdem weitervererben können. Ursächlich für diese Häufung ist wohl eine schützende Wirkung vor einer Ansteckung mit Malaria. 
Besitzt jemand zwei defekte Gene, kommt es meist schon im Kindesalter zu Krankheitssymptomen. Dazu gehören sogenannte „hämolytische Krisen“ mit starken Schmerzen und Endorganschäden, welche lebensbedrohlich sein können. 
Eine kausale Therapie stellt nur die Stammzelltransplantation dar. Wichtig sind Aufklärung und präventive Maßnahmen (wie z.B. Impfungen), um Erkrankte vor schweren Komplikationen zu bewahren. 
Die Diagnose ist über eine sogenannte Hämoglobinelektrophorese möglich, welche in Afrika aber nur in wenigen Krankenhäusern durchgeführt werden kann.

Wie funktioniert ein Hämoglobinelektrophorese-Gerät?

Mithilfe der Hämoglobinelektrophorese gelingt die Auftrennung des Hämoglobins in physiologische und pathologische Bestandteile, wodurch krankhaft veränderte Hämoglobinmoleküle nachgewiesen werden können. Da bei der Sichelzellanämie, aber auch bei anderen Hämoglobinerkrankungen, wie der Thalassämie, genetisch veränderte Hämoglobinmoleküle vorliegen, eignet sich die Methode gut, um diese Art von Erkrankungen zu diagnostizieren. 

Warum wollen wir das Hämoglobinelektrophorese-Gerät finanzieren?

Die Sichelzellkrankheit ist eine in Uganda weit verbreitete und gefürchtete Erkrankung. Auch in Kiwoko und der näheren Umgebung gibt es viele Patienten, die mit dieser Erkrankung im Kiwoko Hospital behandelt werden. Das Krankenhaus hat dazu eine eigene kleine Abteilung, die sogenannte Sichelzellklinik, ins Leben gerufen. Da die Erkrankung nur durch eine Stammzelltransplantation geheilt werden kann, die in Uganda nicht verfügbar ist, liegt der Fokus umso mehr auf der Vorbeugung von Infektionskrankheiten und der Vermeidung von Komplikationen. Es ist daher von enormer Bedeutung, die Erkrankung rechtzeitig zu erkennen. Dies gelingt durch ein Hämoglobinelektrophorese-Gerät, welches jedoch momentan nur in der Hauptstadt Kampala und in wenigen anderen Orten zur Verfügung steht. In der gesamten Region um Kiwoko und den angrenzenden Distrikten ist keine Klinik im Besitz eines solchen Gerätes. Patienten müssen daher in die Hauptstadt Kampala verlegt werden. Die Kosten für die Testung in Kampala sind jedoch für ugandische Verhältnisse immens, weshalb sich viele Menschen die Testung schlichtweg nicht leisten können. 

Um diesen Patienten helfen zu können, ist das Kiwoko Hospital mit der Bitte an uns herangetreten, bei der Finanzierung eines solchen Gerätes zu helfen. So hat auch die ärmere Bevölkerung Zugang zu einem kostenlosen Test direkt vor Ort. 

Wir möchten dem Krankenhaus daher diesen Wunsch erfüllen und sammeln Spenden für die Anschaffung eines Hämoglobinelektrophorese-Gerätes. Das Gerät wird das Erste dieser Art im Umkreis sein und die Qualität der Versorgung im Krankenhaus nachhaltig verbessern. 

Wie teuer ist die Anschaffung eines solchen Gerätes?

Das Modell, das in Absprache mit dem Kiwoko Hospital und den Ärzten vor Ort finanziert werden soll, kostet 20,700,000UGX, was umgerechnet etwa 4700€ entspricht